Astronomen empfangen Lasersignal von einem Objekt, das 8 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist

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Karoline

Astronomen empfangen Lasersignal von einem Objekt, das 8 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt ist

Astronomen haben ein ungewöhnliches Lasersignal aus den Tiefen des Alls registriert. Diese Entdeckung könnte neue Hinweise darauf liefern, wie Galaxien entstehen und wie sie miteinander verschmelzen.

Ein internationales Forscherteam der Universität Pretoria in Südafrika hat mithilfe des MeerKAT-Radioteleskops ein außergewöhnlich starkes Mikrowellensignal entdeckt. Die Quelle befindet sich etwa acht Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt. Laut Angaben der Wissenschaftler, die ihre Ergebnisse im Online-Archiv „arXiv“ veröffentlicht haben, zählt dieses Signal zu den energiereichsten Erscheinungen dieser Art, die bisher beobachtet wurden.

Lasersignal aus acht Milliarden Lichtjahren Entfernung durch Galaxienkollision

Nach Berechnungen der Astronomen stammt die Strahlung aus einem verschmelzenden Galaxiensystem namens HATLAS J142935.3–002836. Bei solchen Zusammenstößen werden riesige Gaswolken stark zusammengedrückt. Dadurch geraten Moleküle in einen angeregten Zustand und senden besonders intensive Mikrowellenstrahlung aus.

Fachleute klassifizieren das gemessene Signal als sogenannten Hydroxyl-Megamaser – eine Art natürlicher Laser im Radiowellenbereich. Die Strahlung ist so stark, dass das Objekt möglicherweise sogar zur noch extremeren Kategorie der sogenannten „Gigamaser“ gehören könnte. Diese kosmischen Maserquellen sind Milliardenmal heller als gewöhnliche Maserstrahlen. Der Postdoktorand Thato Manamela von der Universität Pretoria bezeichnete das Galaxiensystem als außergewöhnlich.

Wissenschaftler hoffen auf weitere Entdeckungen

Der Nachweis wurde durch eine sogenannte Gravitationslinse möglich, ein Effekt, der bereits von Albert Einstein beschrieben wurde. Dabei wirkt eine dazwischenliegende Galaxie wie eine riesige kosmische Linse: Ihre Schwerkraft krümmt die Raumzeit und verstärkt die Strahlung aus einem noch weiter entfernten Objekt. Dadurch konnte das Mikrowellensignal deutlich verstärkt von Radioteleskopen auf der Erde empfangen werden.

Die Forscher gehen davon aus, dass sich mit dieser Methode künftig noch viele weitere Megamaser entdecken lassen. Ihr Ziel ist es, möglicherweise Hunderte oder sogar Tausende solcher Galaxiensysteme zu identifizieren, um die Entwicklung von Galaxien und ihre Kollisionen über Milliarden Jahre hinweg besser zu verstehen.

Kollisionen von Galaxien – besteht Gefahr für die Erde?

Wenn Galaxien miteinander kollidieren, werden ihre Gaswolken durcheinander gewirbelt und stark verdichtet. In diesen dichten Regionen können Millionen neuer Sterne entstehen. Gleichzeitig verändert sich das Aussehen der beteiligten Galaxien erheblich. So können beispielsweise aus verschmelzenden Spiralgalaxien größere elliptische Galaxien entstehen.

Auch unsere eigene Galaxie, die Milchstraße, bewegt sich auf eine zukünftige Begegnung mit der Andromeda-Galaxie zu. Diese Kollision wird jedoch erst in etwa fünf Milliarden Jahren erwartet. Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen bleiben Sterne und Planetensysteme bei solchen Ereignissen meist weitgehend unberührt, da die Abstände zwischen ihnen sehr groß sind. Allerdings wird sich unsere Sonne bis dahin zu einem roten Riesen entwickelt haben, wodurch die Erde ohnehin nicht mehr bewohnbar sein dürfte.

Karoline

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